im Namen des Vaters…
…Natürlich finde ich wunderbar (!) dass ich, dank der Wissenschaft & Technik, bei heftigen Gewittern nicht den Zorn Gottes fürchten muss sondern auf einen Blitzableiter vertrauen kann…
Aber teilweise nimmt so genannter Fortschritt absurde Ausmaße an…nämlich dort, wo er darauf abzielt, Menschen überflüssig und abhängig zu machen…spätestens seit dem Pop-Philosophie-Streifen “Matrix” weiß doch wohl schon jeder Döspaddel, was passieren kann, wenn Technik, Konzept & Institution mächtiger werden als wir selbst…wir Menschen landen als nährende Batterien an den Versorgungsschläuchen einer riesigen nimmersatten Maschinerie. Eine Binsenweisheit….aber lernen wir daraus? Im Gegenteil, wir rennen vom Aberglauben unserer Vorfahren offenen Auges zur Hingabe an steuernde Institutionen. Selbst die Proteste gegen sie zeugen von der allgemeinen Anerkennung der Pseudo”lebendigkeit” abstrakter Wirklichkeiten:
Heutzutage sterben nicht mehr Menschen sondern Banken, statt sinnvoller Diskussion über Sterbebegleitung und -hilfe werden wir eingehend über den sanierenden Segen von Insolvenzverfahren informiert und kranke Menschen werden nicht mehr behandelt sondern per Gesundheitsreform organisiert…etc…
Nach der amüsanten Lektüre eines fiktiven Romans über Jesus´Jugendjahre frage ich mich, um wie viele Jahre früher er mundtot gekreuzigt worden wäre, hätte er nicht vom himmlischen Vater sondern von Mutter Erde gesprochen…und wie diese Welt in dem Falle heute wäre…
