Archiv für die Kategorie ‘Allgemein’

Oscar, Hinz & Kunz

Montag, 08. März 2010

Was ich an der Oscar-Verleihung, an allen Preisverleihungen so liebe?
Die Danksagungen der Ausgezeichneten.
Das ist es, weshalb ich, wie heute morgen, mit einer Kathryn Bigelow oder einem Jeff Bridges Tränen vergiessen könnte oder die ganze Welt umarmen…
In dem Dank, den Preisgekrönte den Menschen in ihrem Umfeld aussprechen, zeigen sie, finde ich, ihr ganz privates und intimes Gesicht…und ich finde sie damit schöner als sie jede Botoxspritze, jeder Couturier und jeder Kameramann ins Licht setzen kann…sie selbst leuchten aus ihren dankbaren und stolzen Augen.

Hast du heute schon gedankt? Dir selbst vielleicht und anderen?
In einer Übung in meinem Workshop geht es um Dankbarkeit.
Stelle dir vor, dir verleiht ganz einfach so, die Acadamy for Allday-Life für dein Lebenswerk einen Oscar…egal wie klein oder unbedeutend du dein Leben gerade empfinden magst, stell dir vor, du bekommst ihn, alle applaudieren dir zu…und du hältst jetzt eine Dankesrede an alle, die dich umgeben und geholfen haben, zu werden was und wie du heute bist… Nimm einen Zettel, schreibe auf wem du dankst und wofür genau. Mach das öfter mal…und sieh dir danach deine Augen im Spiegel an…

Huren, Trieb & Marktwirtschaft

Mittwoch, 29. Juli 2009

…ich reg mich auf!!! Schon seit gestern…über männliche Männer rege ich mich auf. Tut mir ja leid, wenn sich das anhört, wie über einen Kamm geschoren und es gibt ja auch - ich weiß das, ich kenne viele - eine Menge wunderbarer, einfach menschlicher Männer und ich liebe sie. Aber manche…uahhhh!!!! Nebenbei bemerkt ist das bei Frauen genau so: es gibt frauliche Frauen und eben einfach menschliche…aber das ist wieder ein anderes Thema.

So, jetzt geht es mir langsam besser. Ausgelöst wird mein Anfall durch Chauvi-Sprüche…eigentlich immer durch solche. Worte haben macht, finde ich, sie können, neben befreiender, bestätigender Wirkung oder einer kommentierenden, interessierenden auch eine verflucht zementierende Wirkung haben. Gebetsähnlich. Mantra. Scheiße!!!

In einem Forum nämlich, das ich eigentlich sehr schätze, könnte ich gerade regelrecht explodieren, weil man(n) und auch manche Frau sich dort gegenseitig weiß machen wollen, das der Beruf der Hure unverzichtbar für das gesellschaftliche Gleichgewicht ist. Ob die Menschen, die in einem solchen Beruf arbeiten, dass nun gut finden oder nicht, sei dahin gestellt und ist sicher individuell begründet. Diese gewollt liberale Haltung aber, dass es ja nun mal Männer gibt, die Sex brauchen und nicht auf übliche Weise bekommen können und es deshalb einer Sexindustrie bedarf, halte ich für ignorant, bequem und …soll ich´s sagen oder nicht…? misogyn…frauenfeindlich. Ich finde eigentlich peinlich, mit solchen Begriffen argumentieren zu müssen, weil ich in einem Land lebe, in dem Emanzipation ja ach soooo groß geschrieben wird. Wir müssen hier schließlich keine Kopftücher tragen um unsere Reize vor (sexual- und aggressions-)triebgebeutelten Männern zu verstecken. Das wäre ja Unterdrückung.

Nein, meine Damen und Herren, in Deutschland ist es den Frauen ganz offiziell und gegen Bezahlung erlaubt, jährlich fünf Millionen Männern die Triebabfuhr kontrolliert zu gewährleisten! Er weiß ja schließlich nicht, wie das geht. Außerdem geht es unseren Huren dabei besser, als den tausenden Frauen und Mädchen, die im Sudan missbraucht (allein dieses Wort…gibt es einen richtigen “Gebrauch” von Frauen, von Menschen?) werden, weil die tötenden Männer ihren Blutrausch mit einer Vergewaltigung ausklingen lassen müssen. “Das ist ein Fetisch, der uns da reitet, wir können da nichts für.” heißt es als Erklärung.

Merkwürdig…wirklich…ich komme mir schon subversiv vor, weil ich gerne einen Putzmann als Haushaltshilfe hätte…und der dürfte sogar angezogen bleiben und müsste sich nur unsere Böden, Fenster und die Wäsche kümmern. Auch wenn mir manchmal…wenn ich mir junge Männer so ansehe…Aber das ist auch wieder ein anderes Thema und außerdem sitzt mein handlungsweisendes Gehirn (wie glücklicherweise bei den meisten Männern & Frauen) zwischen meinen Ohren und nicht im Becken;)

im Namen des Vaters…

Freitag, 17. Juli 2009

…Natürlich finde ich wunderbar (!) dass ich, dank der Wissenschaft & Technik, bei heftigen Gewittern nicht den Zorn Gottes fürchten muss sondern auf einen Blitzableiter vertrauen kann…
Aber teilweise nimmt so genannter Fortschritt absurde Ausmaße an…nämlich dort, wo er darauf abzielt, Menschen überflüssig und abhängig zu machen…spätestens seit dem Pop-Philosophie-Streifen “Matrix” weiß doch wohl schon jeder Döspaddel, was passieren kann, wenn Technik, Konzept & Institution mächtiger werden als wir selbst…wir Menschen landen als nährende Batterien an den Versorgungsschläuchen einer riesigen nimmersatten Maschinerie. Eine Binsenweisheit….aber lernen wir daraus? Im Gegenteil, wir rennen vom Aberglauben unserer Vorfahren offenen Auges zur Hingabe an steuernde Institutionen. Selbst die Proteste gegen sie zeugen von der allgemeinen Anerkennung der Pseudo”lebendigkeit” abstrakter Wirklichkeiten:
Heutzutage sterben nicht mehr Menschen sondern Banken, statt sinnvoller Diskussion über Sterbebegleitung und -hilfe werden wir eingehend über den sanierenden Segen von Insolvenzverfahren informiert und kranke Menschen werden nicht mehr behandelt sondern per Gesundheitsreform organisiert…etc…
Nach der amüsanten Lektüre eines fiktiven Romans über Jesus´Jugendjahre frage ich mich, um wie viele Jahre früher er mundtot gekreuzigt worden wäre, hätte er nicht vom himmlischen Vater sondern von Mutter Erde gesprochen…und wie diese Welt in dem Falle heute wäre…

Eins der vielen deutlichen Symbole aus einem ambitionierten Film: Frau am Steuer fährt den Schlüsselmacher

Bild von Warner.bros

Brücken zwischen Wunsch & Wirklichkeit

Dienstag, 14. Juli 2009

Aus meiner Küche ein musikalischer Morgengruß für meinen (Lieblings)Mann im Büro, mit dem ich in jedes kalte Wasser springen würde. Ich hoffe, wir können immer mehr so leben wie wir möchten, ohne aussteigen zu müssen…wie macht man das? Schritt für Schritt und angefangen im Kleinen…?? Wie macht ihr das?

Lyras Bilder

Montag, 06. Juli 2009

die Körper belauscht
ihre Muskeln befragt
freie Bewegungen aufgespannt
als Saiten der Terpsichore

so fand sie was sie nicht ahnte und sah
niemals ihr eigenes Bild

die Schönheit der Tänzer hielt sie
uns hin
als Spiegel für Liebe und Angst

für Pina Bausch, deren Welt ich immer in meiner Nähe wusste und niemals betrat

über ihren eigenen Körper war sie längst hinaus gewachsen

Bild von www.telegraph.co.uk

geht doch…

Samstag, 25. Oktober 2008

…macht immer mehr Spaß. Was mich gestern fertig gemacht hat, geht heute leicht von der Hand.

Noch ein Hoch heute: Nein sagen fällt mir immer leichter.

ich habs ja gewusst…

Freitag, 24. Oktober 2008

…es wird schwierig, bis ich mich hier zu hause fühle. Noch viele Probleme. Dabei ist so wenig Zeit für alles.
Werde noch mal eine lange Frageliste schreiben müssen.

Bild © Nikolai Sorokin

Bild © Nikolai Sorokin

Wie verlinke ich Seiten hierarchisch untereinander? Warum klappen meine Umbrüche in den Texten nicht? Wie ändere ich die Schriftgröße, warum kann ich das Bild nicht hinsetzen wo ich will? Überhaupt kommt jeder Artikel nicht so raus, wie ich ihn mache…beim Bild ist beim Bearbeiten ein schöner Rahmen drum, der Text steht, wie ich möchte, rechts neben dem Bild…speicher ich, dann ist das Bild an die Navigatorseite links geklatscht und der Text irgendwo, der schöne rahmen auch futsch… …Newbie ich…das wird dauern…Hilfe heiliger Lunow!

Stefanie Jerz