Archiv für die Kategorie ‘Blog-Archiv’
Freitag, 23. Januar 2009
Immer öfter mit meinem Sohn Gespräche über die “Aufschieberitis”.
Habe ihm von Menschen erzählt, die großartige Dinge tun können, an ihre Kraft kommen. Einfach deshalb, weil sie durch ihr Leid an einer schweren Krankheit ihre Endlichkeit begriffen haben und deshalb keine Zeit vertrödeln wollen. Sie sind in der Lage, die kleinen Dinge des Lebens wert zu schätzen und ihre kleinen Fortschritte zu genießen und bringen ein Licht in die Welt, dass alle zum Strahlen bringen kann. So habe ich schon todkranke Menschen ihre Angehörigen trösten sehen oder vierjährige Mädchen Geschichten erzählen hören, während ich, innerlich fast verzweifelt, in ihrem Arm eine Vene zur Blutentnahme suchte. Finde diese Stärke so unglaublich und wenn ich dem Tod einen Sinn abringen kann, dann einzig den, dass er uns Aufblühen lässt, solange er uns Zeit dazu lässt. Wenn man das für sich einmal begriffen hat, kommt einem vieles lächerlich vor, was man als hinderlich ansieht. Irgendwas geht halt immer…
Und jetzt ist meine kleine Pause zu Ende und ich mache mit meiner Arbeit weiter. Ich verzettle mich schnell.

Bild gefunden bei N24
Tags:Aufschieberitis, Konzept, Kultur
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Donnerstag, 01. Januar 2009
Goethe meinte ja, dass Wünsche nichts anderes sind, als verborgene Möglichkeiten, die in uns liegen. Ich gehe soweit, zu behaupten, dass die wirklich tiefen Wünsche Visionen sind. Der Wunsch als Wegweiser wo es lang gehen soll? Quasi als sich selbst erfüllende Prophezeiung? Warum nicht?
Vorhin haben die Kinder, mein Mann und ich einen Baum aufgezeichnet und ihn mit kleinen Papierblättern beklebt, auf die jeder einige seiner Wünsche geschrieben hat. Auf die Rinde des Stammes haben diejenigen von uns, die es wollten Stichworte geschrieben, für das, was sie selbst zur Erfüllung ihrer Wünsche beitragen können und auf die Wurzeln die Stärken, die ihnen dabei helfen.
Neben Gesundheit und Harmonie hatten alle meine Blätter mit dem Schreiben zu tun. Bleibe ich meinem Credo treu, wird es ein spannendes Jahr.
Ich wünsche allen ein zufriedenes, kraftvolles & gesundes 2009!!!

Bild www.venusspiegel.de
Tags:Wirklichkeit, Wunsch
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Sonntag, 14. Dezember 2008
Ups. Ich bin manchmal wirklich blöd. Dass ich nicht auch gegen die Pendlerpauschalen-Kürzung geklagt habe, ist schon schlimm genug. Und jetzt noch das: Habe gerade einen Rechner für die Rückzahlung der Pendlerpauschale ausgefüllt, um zu erfahren, was uns an Nachzahlung “blüht”. (Übrigens verdienterweise, weil mein Mann nicht von einem Häuschen auf dem aus Land pendelt). Dabei fiel mir (erst jetzt!) auf, dass unser Finanzamt im letzten Bescheid nicht einen einzigen Kilometer berücksichtigt hat. Ob das wohl alle Ämter so gehandhabt haben? Oder nur Duisburg? Wer weiß: Die Kommune wird wohl - mit schrägem Blick auf das zu erwartende Urteil des Bundesverfassungsgerichts - das Durcheinander genutzt und davon unser feudales Forum Duisburg endfinanziert haben? Finde ich sogar in Ordnung. Karstadt war beim Wirtschaftskampf am längeren Hebel: “Entweder ihr macht unseren Standort attraktiver oder wir gehen aus Duisburg weg”, das zieht. Schön, dass wir wenigstens nach Weihnachten unsere, dem Staat geliehenen Gelder, dort verprassen könnten. Werde dann Mal durchs Forum flanieren und mir eine Ecke aussuchen, die im Geiste uns gehört. Wieviel Quadratzentimeter man wohl für knappe 1000 Euro bekommt…?

Bild von www.brainwash.robertundhorst.de
Tags:Konsum, Theater
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Donnerstag, 11. Dezember 2008
einfach wäre es: ein Haus am See, kein Verkehrslärm, gute Luft…Idylle pur.
Wenn jeder so leben könnte…das wär´s. Geht aber nicht. Hier ist Ballungsraum. Gerade NRW.
Hut ab vor dem, der in so einem Käfig leben kann und nicht dabei durchdreht. Vielleicht sogar mit gestaltet, dass diese bis zum Bersten gefüllten Lebensräume auch lebenswert und liebenswert bleiben.
Wo´s kein Land und keine Luft zum Ausruhen gibt, da entsteht intensive Kultur…reine Notwehr…
Citta Slow zum Beispiel gibt es inzwischen weltweit. Slow…langsam… Entschleunigung…mein Fahrrad ist kaputt…

Bild www.baumwunder.de
Tags:Gesundheit, Kultur, Kunst, Lebenskunst
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Montag, 08. Dezember 2008
Ein Wochenende nach meinem Geschmack: an zwei Tagen liebe Gäste gehabt, ein wunderschöner Kinoabend mit Quatschen und Leckereien, die Kinder waren zeitweise außer Haus & heute dann der Weihnachtsmarkt unserer Schule, der - dank der vielen Helfer - wieder ein voller Erfolg wurde. Mag es sehr, kleiner Teil einer so großen Aktion zu sein. Und dass meine Familie dabei geholfen hat, machte es noch schöner. Auch, wenn diese Tage anstrengend waren: Die Entspannung und das zufriedene Gefühl danach sind es wert.

Bild von www.tage-wie-dieser.de
Tags:Alltag, Freunde, Kunst
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Donnerstag, 04. Dezember 2008
Was ich will, das möchte ich tun, solange Zeit dazu ist.
Was mich abhält, will ich ignorieren, damit es meine Kraft nicht raubt.
Was mir zur Verfügung steht will ich geben, mit vollen Händen.
Was ich erreiche, will ich teilen, damit es weiter wächst…
…und wenn ich einmal gestorben bin, will ich mit anderen Ohren genau dieses Lied hören.

Bild aus Wikipedia
Tags:Leben, Musik, Tod, Wunsch
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Mittwoch, 03. Dezember 2008
Gestern traf meine Tochter ein Bericht in einer Jugendzeitschrift, wie ein Schlag in den Magen. Völlig fertig war sie von Bildern, die zeigen, was Tieren im menschlichen Nutzwahn zugemutet wird. Robben mit abgezogenem Fell, Katzen mit aus offenem Gehirn hängenden Kabeln, Hunde, denen die Augen zu gezüchtet wurden…und viele Grausamkeiten mehr. Eine wilde Diskussion am frühen Morgen darüber, was man macht mit solchen Informationen. Meine Tochter war wütend, voller Trauer und Ohnmacht. Was soll ich sagen? Ich liebte sie in diesem Moment über alles für ihre tiefen Gefühle. Ich erklärte ihr, dass ich genau deshalb: damit sie niemals abstumpft, so etwas als ungerecht zu empfinden, nicht erlaubt habe, unsinnig brutale Filme zu gucken. Dass ich genau, deshalb, weil ich über die tagtäglichen Grausamkeiten auf der Welt informiert bin, nicht dulden kann, dass Gewalt und Machtmissbrauch vor unseren Augen abgefeiert wird.
Meine Tochter hält mich deswegen immer noch für spießig aber ich werde dabei bleiben…
Wenn ich manchmal an diesem schwereren Weg zweifle, denke ich - obwohl ich gar nicht kirchlich fromm bin - an die Heilkräfte eines Jesus. Er hat die Menschen in seiner Umgebung geheilt, indem er sie berührte…körperlich und seelisch…that´s it! Berührung! Wir werden ihm an Weihnachten hoffentlich eine schöne Party machen;)

Bild von dem der so viel wusste wie schon lange keiner mehr: Da Vinci
Tags:Abstumpfung, Aggression, Gesundheit, Schutz
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Sonntag, 30. November 2008
erst eins…die Leseprobe zu “Funkelsucht” kann ab heute auf der Seite Projekte herunter geladen werden.
Ich hoffe, es ist ein Lichtlein. Der Text ist etwas frech, konfrontativ für diejenigen, an die er gerichtet ist.
Aber da genau diejenigen auch sehr gerne konfrontieren, finde ich das in Ordnung
Für Lob, Kritik und Anmerkungen bin ich sehr empfänglich und dankbar.
Ich wünsche allen einen funkelnden ersten Advent und eine ganz beSinnliche Zeit.

Tags:Funkeln, Leseprobe, Literatur, Neues, Schreiben, Wandel
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Samstag, 29. November 2008
Warum ich nicht regelmäßig Tageszeitung lese? Und schon gar nicht immer die gleiche? Weil mich auch die Nachrichten interessieren, die dort weg gelassen werden und ich mir lieber gezielt Information suche, statt mich durch Schlagzeilen in Emotionen stürzen zu lassen. Ich möchte weiter lernen, zwischen den Zeilen zu lesen und mir meine Meinungen, Ängste & Freuden nicht von anderen schon morgens auf den Frühstückstisch legen lassen. Wer sich Gedanken über die Lenkbarkeit ängstlicher Menschen machen will und über vieles mehr, dem lege ich das Buch “Stein & Flöte”, von Hans Bemman, wärmstens ans Herz.
Ich habe es da und leihe es gerne aus. Ist allerdings schon ziemlich “zerlesen”…

Tags:Denken, Fühlen, Konsum, Schreiben
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Donnerstag, 27. November 2008
Immer öfter von den Alten der Satz: “Dass wir noch mal eine Rezession mitmachen müssen, hätte ich nie gedacht.” Wir Jungen erst recht nicht. Haben immer aus dem Vollen geschöpft; auch schon unsere Kinder dazu erzogen, sich auf allerhöchstem Niveau zu beschweren. Wir werden wohl alle tief fallen. Die Alten können uns dann hoffentlich noch zeigen, wie man durch kommt mit nix. Ob meine Kinder fähig wären, sich durch zu schlagen, in einer Welt, in der Geld nicht mehr wert ist als das Papier, auf dem des gedruckt wurde? Wenn ich daran denke, dass Müll raus bringen für sie schon zu einer fast unlösbaren Aufgabe mutiert ist, wo Kinder früherer Generationen vor der Schule eimerweise Kartoffeln zu schälen hatten, wird mir ganz anders.
Beruhigend die Geschichten unseres Ensembles rund um Beschaffung, Schwarzmarkt & Kohlenklau in der Nachkriegszeit. Not…und nur sie…macht erfinderisch. Zeit, sich zu entwickeln.
diamonds starts as coal

Bild aus Wikipedia
Tags:Armut, Entwicklung, Theater
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