Archiv für die Kategorie ‘die Arbeit’

Aus einer Mücke einen Elefanten machen…

Freitag, 30. Januar 2009

…aber in durchweg positivem Sinne, im Sinne von Wachstum, das ist uns gelungen.
Das Seniorentheater-Projekt “Auf die Beine stellen” geht stetig seinen Weg. Hoch motiviert haben wir gestern eine weitere Aufführung unseres zweiten Stückes hinter uns gebracht. Wie wunderbar ein Projekt doch funktionieren kann, wenn alle die beteiligt sind an einem Strang ziehen, sich in den Dienst der Sache stellen und sich von ihrer starken und freundlichen Seite zeigen, durften wir in den letzten Tagen erleben. Vom Ensemble, meiner lieben Kollegin und Freundin über den Schulhausmeister und den Gemeinde-Zivi bis hin zum coolen Super-Küster war unser Arbeiten ein einziges Hand-in-Hand und eine große Freude. Und wieder einmal bin ich bestärkt darin, dass sich Individualität nicht durch Ellenbogen, Ecken und Kanten zeigt, sondern durch die Fähigkeit, sich positiv einzubringen. Ich fand´s einfach nur wundervoll und bin noch ganz beseelt davon. Und aus den wenigen, kleinen Fehlern wird einfach nur für das nächste Mal gelernt…ohne Gram…

Ein glückliches Ensemble

Fotos Andreas Boos

vom Wunsch zur Tat…

Freitag, 23. Januar 2009

Immer öfter mit meinem Sohn Gespräche über die “Aufschieberitis”.
Habe ihm von Menschen erzählt, die großartige Dinge tun können, an ihre Kraft kommen. Einfach deshalb, weil sie durch ihr Leid an einer schweren Krankheit ihre Endlichkeit begriffen haben und deshalb keine Zeit vertrödeln wollen. Sie sind in der Lage, die kleinen Dinge des Lebens wert zu schätzen und ihre kleinen Fortschritte zu genießen und bringen ein Licht in die Welt, dass alle zum Strahlen bringen kann. So habe ich schon todkranke Menschen ihre Angehörigen trösten sehen oder vierjährige Mädchen Geschichten erzählen hören, während ich, innerlich fast verzweifelt, in ihrem Arm eine Vene zur Blutentnahme suchte. Finde diese Stärke so unglaublich und wenn ich dem Tod einen Sinn abringen kann, dann einzig den, dass er uns Aufblühen lässt, solange er uns Zeit dazu lässt. Wenn man das für sich einmal begriffen hat, kommt einem vieles lächerlich vor, was man als hinderlich ansieht. Irgendwas geht halt immer…

Und jetzt ist meine kleine Pause zu Ende und ich mache mit meiner Arbeit weiter. Ich verzettle mich schnell.

Bild gefunden bei N24

Wunsch, Vision & Wirklichkeit

Donnerstag, 01. Januar 2009

Goethe meinte ja, dass Wünsche nichts anderes sind, als verborgene Möglichkeiten, die in uns liegen. Ich gehe soweit, zu behaupten, dass die wirklich tiefen Wünsche Visionen sind. Der Wunsch als Wegweiser wo es lang gehen soll? Quasi als sich selbst erfüllende Prophezeiung? Warum nicht?

Vorhin haben die Kinder, mein Mann und ich einen Baum aufgezeichnet und ihn mit kleinen Papierblättern beklebt, auf die jeder einige seiner Wünsche geschrieben hat. Auf die Rinde des Stammes haben diejenigen von uns, die es wollten Stichworte geschrieben, für das, was sie selbst zur Erfüllung ihrer Wünsche beitragen können und auf die Wurzeln die Stärken, die ihnen dabei helfen.
Neben Gesundheit und Harmonie hatten alle meine Blätter mit dem Schreiben zu tun. Bleibe ich meinem Credo treu, wird es ein spannendes Jahr.
Ich wünsche allen ein zufriedenes, kraftvolles & gesundes 2009!!!

Sucht Euren Faden und beginnt ihn zu stricken

Bild www.venusspiegel.de

Kinder, Küche und noch was…

Montag, 08. Dezember 2008

Ein Wochenende nach meinem Geschmack: an zwei Tagen liebe Gäste gehabt, ein wunderschöner Kinoabend mit Quatschen und Leckereien, die Kinder waren zeitweise außer Haus & heute dann der Weihnachtsmarkt unserer Schule, der - dank der vielen Helfer - wieder ein voller Erfolg wurde. Mag es sehr, kleiner Teil einer so großen Aktion zu sein. Und dass meine Familie dabei geholfen hat, machte es noch schöner. Auch, wenn diese Tage anstrengend waren: Die Entspannung und das zufriedene Gefühl danach sind es wert.

zufrieden sein

Bild von www.tage-wie-dieser.de

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt…

Sonntag, 30. November 2008

erst eins…die Leseprobe zu “Funkelsucht” kann ab heute auf der Seite Projekte herunter geladen werden.
Ich hoffe, es ist ein Lichtlein. Der Text ist etwas frech, konfrontativ für diejenigen, an die er gerichtet ist.
Aber da genau diejenigen auch sehr gerne konfrontieren, finde ich das in Ordnung
Für Lob, Kritik und Anmerkungen bin ich sehr empfänglich und dankbar.

Ich wünsche allen einen funkelnden ersten Advent und eine ganz beSinnliche Zeit.

Rezession, Regression & Rezeption

Donnerstag, 27. November 2008

Immer öfter von den Alten der Satz: “Dass wir noch mal eine Rezession mitmachen müssen, hätte ich nie gedacht.” Wir Jungen erst recht nicht. Haben immer aus dem Vollen geschöpft; auch schon unsere Kinder dazu erzogen, sich auf allerhöchstem Niveau zu beschweren. Wir werden wohl alle tief fallen. Die Alten können uns dann hoffentlich noch zeigen, wie man durch kommt mit nix. Ob meine Kinder fähig wären, sich durch zu schlagen, in einer Welt, in der Geld nicht mehr wert ist als das Papier, auf dem des gedruckt wurde? Wenn ich daran denke, dass Müll raus bringen für sie schon zu einer fast unlösbaren Aufgabe mutiert ist, wo Kinder früherer Generationen vor der Schule eimerweise Kartoffeln zu schälen hatten, wird mir ganz anders.

Beruhigend die Geschichten unseres Ensembles rund um Beschaffung, Schwarzmarkt & Kohlenklau in der Nachkriegszeit. Not…und nur sie…macht erfinderisch. Zeit, sich zu entwickeln.
diamonds starts as coal

Bild aus Wikipedia

Bild aus Wikipedia

Funkelsucht

Freitag, 14. November 2008

Mein offener Brief gegen das deutsche Nörgeltum, mit vielen Tipps rund um das Funkeln, wird immer länger. Unter dem Pseudonym Lametta Kessler will ich ihn gerne irgendwann veröffentlicht sehen. Habe mir selbst einen Termin zur Fertigstellung gesetzt, damit ich ihn auch beende: Zum 1. Advent erscheint hier eine Leseprobe zum ersten Kapitel. Freue mich drauf.

lametta

Rahmenbedingungen

Donnerstag, 13. November 2008

Nicht erst seit gestern die Frage, wieviel Liebe & Partnerschaft mit Disziplin bzw. Selbstdisziplin zu tun hat.
In meinem Romanprojekt “Der Schoß” jedenfalls viel und sehr übergreifend. Es braucht schon Überwindungskraft, seine Grenzen abzustecken oder auch mal aufzuweichen…des Anderen…der Liebe wegen und nicht einfach nur die gemeinsamen Jahre durch zu lümmeln und zu schummeln.
Und attraktiv bleibt man füreinander auch am besten dann, wenn jeder gut auf sich achten kann.
Geradezu Disziplin-Monster sind die Tiki-Küstenmachers. Beinahe wirken sie, in Interviews, starr und robotisch auf mich. Ihre Bücher empfehle ich dennoch, weil sie mir selbst, meinem verkorksten Selbst oft helfen. Stehen gute Anregungen drin, für jeden, der mit seinem Selbst zu sehr aus dem Rahmen fällt und wieder ein bisschen Halt (auch im Sinne von Stopp!) braucht.

Bild von pixelio.de

Bild von pixelio.de

Liebe, Tod & Teufel

Sonntag, 09. November 2008

…und die ewige Adoleszenz…

Gerade kam mir die Idee zu einer Geschichte:

Eine junge Frau zieht traurig von zu hause aus, nachdem ihre Eltern ihr nahe gelegt haben, dass ihr Zimmer bald an einen Studenten untervermietet wird. Ganz verstört, dass sie nun nicht mehr versorgt ist, mit allem was sie braucht, geht sie erst einmal in die nächste Kneipe um sich voll laufen zu lassen, beginnt eine Laufbahn als Domina, als Türsteherin einer Stripbar und verkauft nebenberuflich noch Drogen an Schulkinder. Irgendwann…die Frau ist schon gezeichnet von ihrem destruktiven Lebenswandel, kommt ein netter, ruhiger Mann daher, erkennt ihr goldenes Herz, ohne dass sie es poliert hätte. Er sagt zu ihrem Chef: Du, sie ist zu schade, um hier im Türeingang zu stehen. Ich nehme sie mit nach hause. Da ist es hell und freundlich. Gesagt getan…und wenn sie nicht gestorben sind…na ihr wisst schon…

Absurd? Ja, finde ich auch. Aber so ungefähr funktionieren viele preisgekrönte Geschichten…nur sind die Rollen da vertauscht. Der, der Mist baut ist ein Mann und die Rettung kommt in Form einer liebenden Frau.
Literatur ist …gehEImnisvoll…

Bild Franz Patzal pixelio.de

Bild Franz Patzal

und weiter gehts…

Mittwoch, 05. November 2008

Nun bin ich gespannt:

Fast alle Bewerbungen sind raus und jetzt freue ich mich auf Reaktion, wenn denn welche kommt.
Zwei Workshops möchte ich anbieten und hoffe, es finden sich viele Interessenten.

Immer wieder wunderbar: Die Arbeit mit der Theatergruppe. Nach vielen Wochen Pause spielten unsere TeilnehmerInnen gestern so fröhlich aus dem Bauch heraus und Stoff für unser neues Stück kam haufenweise in der moderierten Erzählrunde zusammen. Wahre Schätze sind das und ich bin schon jetzt gespannt, wie diese Anekdoten in einen Krimi fließen werden und dann auf der Bühne wirken. Aber bis dahin ist noch ein bisschen.

Die nächste Zeit wird interessant…in vielerlei Hinsicht…im Großen wie im Kleinen…Yes, we can?

Bild cox&forkum

Bild cox&forkum

Stefanie Jerz