Artikel mit ‘Kunst’ getagged

Start, Flug & Landung

Samstag, 13. Juni 2009

Von einem lieben Freund erhielt ich dieser Tage einen Brief.
Er handelte, beinahe spiegelverkehrt, von meinem eigenen Leben…
Während ich mich, mitten aus dem erdigen Chaos eines fünfköpfigen Haushalts, jedes mal regelrecht heraus katapultieren muss, um einen kurzen Kreativ-Ausflug zu meinen Geschichten zu riskieren, müssen er und seine Frau - beide bewundernswert kreative und künstlerische Menschen - vielleicht genau diesen Sog nach “unten”…ins pralle Leben… wieder für sich entdecken…um aus künstlerischen Höhenflügen wieder zurück kehren zu können. Uns beiden gemeinsam scheint das Fehlen von Balance in dieser Hinsicht zu sein. Jedenfalls war das mein Eindruck.
“Den Kopf im Himmel haben und die Füße in der Erde”, so sollte es sein.
Wie schön finde ich diesen Austausch darüber.
So schön und wichtig, dass ich - gemeinsam mit meinem Mann - plane, erst einmal in unserer Küche, regelmäßig einen Kreativen-Stammtisch einzurichten, bei dem wir alle gemeinsam fliegen und uns gegenseitig wieder erden können. Musik, Lesungen, Handarbeiten, Fotografien, Malereien…der Austausch darüber, das Präsentieren unserer persönlichen Höhenflüge und das gemeinsame Fliegen & Landen…darum soll es gehen…wird spannend.
Im Sommer geht´s los. Seht zwischendurch mal auf meine Projekte-Seite!

sphärisch und erdig...diese Frau ist Schauspielerin und Pferdezüchterin - Balance eben!

Bild von www.nadeschdabrennicke.de

Windbeutel, Kulturverkauf & Markendehnung

Freitag, 20. März 2009

Heute ist bei mir wohl Markttag. Nicht einer, an und bei dem ich gerne (leider zu selten )unser Obst und Gemüse kaufe, damit unser tägliches Essen regional, frisch und möglichst frei von Schad- und Zusatzstoffen ist sondern einer an dem ich interessante Markt-Meldungen erhalten habe:

Erst bekomme ich unvermittelt eine Einladung auf den Kunstflur, eine Vermarktungs-Seite für Kunst- und Kulturschaffende. Das stürzte mich sofort wieder in das noch zu lösende Dilemma, wieviel Geldverdienen mit Kreativität möglich, nötig, vereinbar und vertretbar ist.

Danach erhalte ich per Foodwatch-Newsletter die Meldung, dass Actimel nun endlich den goldenen Windbeutel für die beste Werbelüge erhalten hat. Verbraucher verleihen den Preis und mir fallen gleich unzählige weitere (Kunst)prokukte ein, die ich nominieren kann. Abgesehen davon habe ich heute wieder viel über Werbestrategie gelernt.

Leute passt alle auf euren Geldbeutel auf. Wenn ich mit meiner Werbemasche fertig bin, zieh ich euch die Euros nur so aus der Tasche, damit ihr in den produktorientierten Genuss meiner völlig zweifelgesättigten, kalorienkonsumerschwerenden und ettikettenschwindelerregenden Kunstprodukte kommt.

Das Bedürfnis dafür werde ich euch schon noch aufschwatzen *diabolisch grins*
Markendehnung nennt man das.

Der Film zur Werbekunst

Bild von www.focusonfrenchcinema.com

Kopf, Zahl oder doch lieber Herz?

Dienstag, 03. März 2009

Lyrisch geht mir gerade ein wenig die Puste aus…was den Blog angeht ebenfalls…aber so viele andere Sachen sind interessant.
Unser neues Stück wächst und wächst…und nimmt meine Kollegafreundin und mich ganz schön in Anspruch. Außerdem fordern gerade die anderen Schubladenleichen ihr Recht und wollen - wenn auch nur ganz zaghaft - wieder an die noch zögerliche Frühlingssonne. Will heißen: hab diverse alte Texte ein zigstes Mal überarbeitet und eingeschickt. Und die Workshops, mit denen ich gerne ein wenig unser Konto aufpolstern würde muss ich weiter unter die Leute bringen.
Merkwürdig, wie ich meinem Erfolg manchmal selbst im Wege stehe, weil ich nicht komplett und mit all meiner Kraft dort einsteige.

Es ist…wie so oft und schon Klischee - die Liebe, die davon abhält…das Nest zu hause scheint doch immer das beste zu sein…so oft ich auch manchmal selbst hinein sch…
Wieviel Hausarbeit verträgt eine Schriftstellerin eigentlich?

öffentliche Frau vs. private

Bild www.kresin.de

Welche Kräfte braucht ein Land?

Sonntag, 01. Februar 2009

Ich finde immer wieder: Die der Künste!!! Der gute Beuys hatte da schon recht, dass es auf jeden einzelnen ankommt. Ich komme doch aus Düsseldorf und muss irgendwie seinen “Dunst” eingesogen haben…ich weiß auch wo…erinnere mich jetzt…es war in unserem Wohnhochhaus, zwei Etagen über uns…in einer Familie, die ganz besonders war für mich…künstlerisch, ausdrucksstark, sich selbst bewusst und phantasievoll. Wie ich ohne die Verbindung zu diesen Menschen geworden wäre will ich gar nicht wissen…sie haben mich auf den Weg gebracht, die Dinge zu hinterfragen und was zu tun, wenn ich was verändert haben will. Ich danke von hier aus Bibi, Steffi und ganz besonders Heike…

Noch ein Mensch, der mich zur Zeit sehr beeindruckt ist dieser hier. Noch gibt er seine Stimme einem nur kleinen Teil der Menschen in seinem Land…aber es werden mehr…er braucht Multiplikatoren…sagt´s weiter…Aus der Kunst wächst gute Kraft…immer…oder weiß jemand einen Gegenbeweis?

Shalom!

Wonach klingen unsere Stimmen?

Bild: FAZ

ein Hoch auf die Städter…

Donnerstag, 11. Dezember 2008

einfach wäre es: ein Haus am See, kein Verkehrslärm, gute Luft…Idylle pur.
Wenn jeder so leben könnte…das wär´s. Geht aber nicht. Hier ist Ballungsraum. Gerade NRW.
Hut ab vor dem, der in so einem Käfig leben kann und nicht dabei durchdreht. Vielleicht sogar mit gestaltet, dass diese bis zum Bersten gefüllten Lebensräume auch lebenswert und liebenswert bleiben.

Wo´s kein Land und keine Luft zum Ausruhen gibt, da entsteht intensive Kultur…reine Notwehr…
Citta Slow
zum Beispiel gibt es inzwischen weltweit. Slow…langsam… Entschleunigung…mein Fahrrad ist kaputt…

Außerhalb von Eden wird eben Kultur betrieben

Bild www.baumwunder.de

Kinder, Küche und noch was…

Montag, 08. Dezember 2008

Ein Wochenende nach meinem Geschmack: an zwei Tagen liebe Gäste gehabt, ein wunderschöner Kinoabend mit Quatschen und Leckereien, die Kinder waren zeitweise außer Haus & heute dann der Weihnachtsmarkt unserer Schule, der - dank der vielen Helfer - wieder ein voller Erfolg wurde. Mag es sehr, kleiner Teil einer so großen Aktion zu sein. Und dass meine Familie dabei geholfen hat, machte es noch schöner. Auch, wenn diese Tage anstrengend waren: Die Entspannung und das zufriedene Gefühl danach sind es wert.

zufrieden sein

Bild von www.tage-wie-dieser.de

Stefanie Jerz