Wieviel Drama braucht ein Mensch?
Donnerstag, 01. Oktober 2009Jetzt, nach der Aufführung unserer Komödie, ist wieder ein wenig Stille eingekehrt und ich merke wieder, wie sehr man…und Frau…jeder… sich selbst im Weg stehen kann…oder eben nicht. Alte Wunden, zerstörerische Verhaltensweisen, niedermachende eingeprägte (Glaubens)-sätze…alles das trägt sicher jeder von uns in sich und sorgt in regelmäßigen Abständen für persönliche Dramen.
Nach der Generalprobe zu unserem neuen Stück hatten wir in der Gemeinde wieder den sog. “Mittelalterkreis”
um Pfarrerin Ruth Koßmann, einer ganz wunderbaren, tiefen Frau, die mit uns auf die Suche nach einem weltlichen Platz für Religiösität im weitesten Sinne geht. Eine der TeilnehmerInnen leitete uns diesmal in einer stillen Meditation von unseren alten Wunden über Heilung hin zur Auferstehung und neuen Schritten.
Ich halte das für eine der wichtigsten Aufgaben des Menschseins…überhaupt des Menschwerdens:
Seinen Verletzungen eine Zeit lang zuhören, sie benennen.. am besten in geschütztem Raum. Und dann: Einen Kuss darauf…einen liebenden…und dann: wieder aufrichten, tief durch atmen und die Welt umarmen!!!
Frei von Schmerz und Angst.
