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Her mit dem Genus(s)!

Dienstag, 10. November 2009

Leider heute immer noch kein neuer Blogeintrag. Bin beschäftigt. Nämlich damit, geschriebenes unter die Leute oder an den Mann zu bringen. Wieso gibt es dazu eigentlich kein weibliches Pendant mit passender Präposition?
Schließlich stellt der weibliche Bevölkerungsanteil das Gros an buchkaufenden Lesern.
Mal sehen…soll ja kein Abklatsch des Unbestimmten oder Maskulinums von oben werden…
Wie wäre es mit in die Frau? Das klingt zu chirurgisch…durch die Frau? Nein, das penetriert ja noch mehr…merkwürdig…fällt mir nix anderes ein?

..drei Stunden später:
Nach eingehenden Versuchen mit auf die Frau, über die Frau, an, zwischen, unweit der Frau oder längs ihrer, habe ich mich für ein klares und eindeutiges jenseits der Frau entschieden. Warum?
Weil ich mehr bin, weil wir alle mehr sind als Mann, Frau oder Neutrum.

www.last.fm

Neid, Gunst & Verbundenheit

Montag, 01. Juni 2009

Ach ja…da hätte ich doch soooo gerne den MDR-Literaturpreis 2009 gewonnen.
Dieser war mein zweiter Versuch und natürlich war mein Text noch nicht so weit.
Weiß ja, ich muss noch viel lernen.
Zudem ist der Termin für die Auswahl, welche Geschichten in die Anthologie aufgenommen werden, vorüber, ohne dass ich Nachricht bekommen habe…also hat es dazu auch nicht gereicht.
Dabei passt meine Idee so schön zum Thema “Risse im Beton”. *schnüff*

Es hat halt noch nicht sollen sein. Entmutigen lasse ich mich nicht wirklich und die diesjährige Gewinnerin Katharina Hartwell ist so unglaublich sympathisch, dass ich ihr den Erfolg einfach gönnen muss.
Auf die Frage woran sie glaubt, antwortet sie: “An die Kunst.”
Das kann ich unterschreiben…blind vor Liebe für alles, was Menschen im Guten aus sich heraus bringen können. Damit meine ich teuer dotierte Kunst genau so, wie die leckere Torte meiner Mutter, die selbst geflochtenen Steinschleudern und dazu passend genähte Taschen meines Mannes, die wunderschöne Musik unserer Freunde, die Basteleien unserer Kinder oder eben meine Geschichten.
Selbst die kleinste Kleinkunst hat katalytische Wirkung… für die Erschaffer genau so wie für die Zuschauer. Sie verwandelt jeden der an ihr teil hat und sich über sie ausdrückt. Sie verursacht und beschleunigt zugleich die eigene Entwicklung.
Also mache ich weiter: wirke in meinem Garten, in der Küche, am Notebook. Alles Kunst? JA!

Bild bei www.mdr.de

Bild bei www.mdr.de

krank & autonom - gesund & frei?

Freitag, 22. Mai 2009

Schlingensief…den Namen hat man ja immer mal wieder gehört. Nun wird seine Stimme immer besser hörbar für mich. Seine “Kirche der Angst vor dem Fremden in mir” hatten wir erst kürzlich hier vor der Tür im Landschaftspark und ich könnte mir in den Hintern beißen, dass ich sie verpasst habe. Nun gibt es noch sein Buch über das, was die Krebserkrankung mit und aus ihm gemacht hat. Bin gespannt darauf…auch auf sein Forum.
Wünsche fast, dass Herrn Schlingensiefs Arbeit mainstreamisiert. Von mir aus soll die Bild und die Gala täglich über ihn berichten, damit auch jedem Döspaddel, der noch schläft mal ein bissel Sand in die Augen gerät, er sie sich reibt, ein paar Tränen heraus lässt und danach klarer sieht.

Dem Authentiker himself wünsche ich von hier aus gute Besserung und hoffe, dass er sich auch einmal ein wenig hängen lässt.

My Baby is back!

Donnerstag, 12. März 2009

Früher dachte ich, dass Anthologie-Wettbewerbe ein gutes Vehikel sind, um als angehender Autor, die ersten Schritte in Richtung Veröffentlichung zu tun.
So nahm ich an einem solchen Teil und freute mich, von einem - wenn auch klitzekleinen Verlag - auf Anhieb veröffentlicht zu werden.
Wer braucht schon BoD! Ich nicht. Und da war ich auch sehr auf der Hut. Man hörte und las in einschlägigen Foren ja viel darüber und war gewarnt.
Dass es aber noch mehr und noch raffiniertere Wölfe im Schafspelz gibt, weiß ich erst jetzt:

Und ich freu mich gar nicht. Schon ein merkwürdiges Gefühl: Ich bekomme dieser Tage eine Nachricht des Verlages, der 2007 meine erste Kurzgeschichte veröffentlicht hat. Er teilt mir darin mit, dass mir die Nutzungsrechte an meiner Story zurück übertragen werden. Die nämlich mussten alle “Gewinner” einer Anthologie-Ausschreibung per anschließendem Autorenvertrag dem Verlag überlassen. Fand ich auch nicht weiter unseriös.

Stutzig machte mich schon, dass jedem der auserkorenen Autoren ein vierzigprozentiger Rabatt für das anschließend produzierte Buch zugestanden wurde. Aber ich ahnte noch nicht wirklich warum. Der Vertrag hielt ansonsten meiner Prüfung stand (er versprach umfassende Bewerbung, Materialbereitstellung für Lesungen, anteilmäßigen, zehnprozentigen Verdienst an den Einnahmen…) und ich ließ mich darauf ein.
Erst als das Belegexemplar bei mir ankam, war mir alles klar: Ich hielt das am schäbigsten entworfene und am billigsten produzierte Taschenbuch in Händen, das ich je gesehen habe. Der Satz war im wahrsten Sinne des Wortes flatterhaft. Das Layout weder ausgefallen noch technisch korrekt. Das Papier billig und das ganze Buch war nicht einmal richtig zurecht geschnitten. Wirkte insgesamt wie eine “Zuhause-bei-Nacht-und-Nebel-Produktion”. Als ich den Preis auf der Rückseite sah fiel ich beinahe um: 14,95 Euro sollte dieses …Teil kosten?
Rein inhaltlich mag es sich lohnen. Es sind wirklich schöne und sogar literarisch hochwertige Geschichten dabei. Aber ich hätte das Buch im Laden niemals gekauft. Niemals!!!

Es folgte eine strenge Mail meinerseits an die Verantwortliche, in der ich Fragen stellte, wie sie denn so eine Produktion bewerben wolle? Und wie ich guten Gewissens selber Werbung dafür machen solle? Und die Forderung, das Buch gefälligst preiswerter zu verkaufen.
Klar freute ich mich, mein Baby, meine eigene Geschichte, gedruckt zu sehen. Aber so? Nein! Im Gegenteil: Es war mir peinlich. Zutiefst peinlich. So als würde ich meine eigenen Kinder in Lumpen zur Einschulung gehen lassen müssen.
Ich erhielt bis heute keine Antwort auf mein Schreiben. Auch Anfragen über die Höhe der Auflage blieben unbeantwortet. Bis vor einigen Tagen die “Abrechnung” kam. Mein Verdienst an meinem Beitrag beläuft sich auf ironische 3,19 Euro. Ein Witz über den ich gar nicht lachen kann. Es beruhigt mich zu wissen, dass der “Verlag” sich jetzt nicht daran dusselig verdient hat, aber ich gönne ihm keinen müden Euro.
Ein paar Hunderte Reingewinn wird er sich eingestrichen haben. Meine Geschichte - und die weiterer 28 Teilnehmer - haben sie geschluckt, verdaut und wieder ausgespien.
So etwas passiert mir nicht mehr.

Kopf, Zahl oder doch lieber Herz?

Dienstag, 03. März 2009

Lyrisch geht mir gerade ein wenig die Puste aus…was den Blog angeht ebenfalls…aber so viele andere Sachen sind interessant.
Unser neues Stück wächst und wächst…und nimmt meine Kollegafreundin und mich ganz schön in Anspruch. Außerdem fordern gerade die anderen Schubladenleichen ihr Recht und wollen - wenn auch nur ganz zaghaft - wieder an die noch zögerliche Frühlingssonne. Will heißen: hab diverse alte Texte ein zigstes Mal überarbeitet und eingeschickt. Und die Workshops, mit denen ich gerne ein wenig unser Konto aufpolstern würde muss ich weiter unter die Leute bringen.
Merkwürdig, wie ich meinem Erfolg manchmal selbst im Wege stehe, weil ich nicht komplett und mit all meiner Kraft dort einsteige.

Es ist…wie so oft und schon Klischee - die Liebe, die davon abhält…das Nest zu hause scheint doch immer das beste zu sein…so oft ich auch manchmal selbst hinein sch…
Wieviel Hausarbeit verträgt eine Schriftstellerin eigentlich?

öffentliche Frau vs. private

Bild www.kresin.de

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt…

Sonntag, 30. November 2008

erst eins…die Leseprobe zu “Funkelsucht” kann ab heute auf der Seite Projekte herunter geladen werden.
Ich hoffe, es ist ein Lichtlein. Der Text ist etwas frech, konfrontativ für diejenigen, an die er gerichtet ist.
Aber da genau diejenigen auch sehr gerne konfrontieren, finde ich das in Ordnung
Für Lob, Kritik und Anmerkungen bin ich sehr empfänglich und dankbar.

Ich wünsche allen einen funkelnden ersten Advent und eine ganz beSinnliche Zeit.

Emotion, Kalkulation & Manipulation

Samstag, 29. November 2008

Warum ich nicht regelmäßig Tageszeitung lese? Und schon gar nicht immer die gleiche? Weil mich auch die Nachrichten interessieren, die dort weg gelassen werden und ich mir lieber gezielt Information suche, statt mich durch Schlagzeilen in Emotionen stürzen zu lassen. Ich möchte weiter lernen, zwischen den Zeilen zu lesen und mir meine Meinungen, Ängste & Freuden nicht von anderen schon morgens auf den Frühstückstisch legen lassen. Wer sich Gedanken über die Lenkbarkeit ängstlicher Menschen machen will und über vieles mehr, dem lege ich das Buch “Stein & Flöte”, von Hans Bemman, wärmstens ans Herz.
Ich habe es da und leihe es gerne aus. Ist allerdings schon ziemlich “zerlesen”…

Liebe, Tod & Teufel

Sonntag, 09. November 2008

…und die ewige Adoleszenz…

Gerade kam mir die Idee zu einer Geschichte:

Eine junge Frau zieht traurig von zu hause aus, nachdem ihre Eltern ihr nahe gelegt haben, dass ihr Zimmer bald an einen Studenten untervermietet wird. Ganz verstört, dass sie nun nicht mehr versorgt ist, mit allem was sie braucht, geht sie erst einmal in die nächste Kneipe um sich voll laufen zu lassen, beginnt eine Laufbahn als Domina, als Türsteherin einer Stripbar und verkauft nebenberuflich noch Drogen an Schulkinder. Irgendwann…die Frau ist schon gezeichnet von ihrem destruktiven Lebenswandel, kommt ein netter, ruhiger Mann daher, erkennt ihr goldenes Herz, ohne dass sie es poliert hätte. Er sagt zu ihrem Chef: Du, sie ist zu schade, um hier im Türeingang zu stehen. Ich nehme sie mit nach hause. Da ist es hell und freundlich. Gesagt getan…und wenn sie nicht gestorben sind…na ihr wisst schon…

Absurd? Ja, finde ich auch. Aber so ungefähr funktionieren viele preisgekrönte Geschichten…nur sind die Rollen da vertauscht. Der, der Mist baut ist ein Mann und die Rettung kommt in Form einer liebenden Frau.
Literatur ist …gehEImnisvoll…

Bild Franz Patzal pixelio.de

Bild Franz Patzal

und weiter gehts…

Mittwoch, 05. November 2008

Nun bin ich gespannt:

Fast alle Bewerbungen sind raus und jetzt freue ich mich auf Reaktion, wenn denn welche kommt.
Zwei Workshops möchte ich anbieten und hoffe, es finden sich viele Interessenten.

Immer wieder wunderbar: Die Arbeit mit der Theatergruppe. Nach vielen Wochen Pause spielten unsere TeilnehmerInnen gestern so fröhlich aus dem Bauch heraus und Stoff für unser neues Stück kam haufenweise in der moderierten Erzählrunde zusammen. Wahre Schätze sind das und ich bin schon jetzt gespannt, wie diese Anekdoten in einen Krimi fließen werden und dann auf der Bühne wirken. Aber bis dahin ist noch ein bisschen.

Die nächste Zeit wird interessant…in vielerlei Hinsicht…im Großen wie im Kleinen…Yes, we can?

Bild cox&forkum

Bild cox&forkum

ich habs ja gewusst…

Freitag, 24. Oktober 2008

…es wird schwierig, bis ich mich hier zu hause fühle. Noch viele Probleme. Dabei ist so wenig Zeit für alles.
Werde noch mal eine lange Frageliste schreiben müssen.

Bild © Nikolai Sorokin

Bild © Nikolai Sorokin

Wie verlinke ich Seiten hierarchisch untereinander? Warum klappen meine Umbrüche in den Texten nicht? Wie ändere ich die Schriftgröße, warum kann ich das Bild nicht hinsetzen wo ich will? Überhaupt kommt jeder Artikel nicht so raus, wie ich ihn mache…beim Bild ist beim Bearbeiten ein schöner Rahmen drum, der Text steht, wie ich möchte, rechts neben dem Bild…speicher ich, dann ist das Bild an die Navigatorseite links geklatscht und der Text irgendwo, der schöne rahmen auch futsch… …Newbie ich…das wird dauern…Hilfe heiliger Lunow!

Stefanie Jerz