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krank & autonom - gesund & frei?

Freitag, 22. Mai 2009

Schlingensief…den Namen hat man ja immer mal wieder gehört. Nun wird seine Stimme immer besser hörbar für mich. Seine “Kirche der Angst vor dem Fremden in mir” hatten wir erst kürzlich hier vor der Tür im Landschaftspark und ich könnte mir in den Hintern beißen, dass ich sie verpasst habe. Nun gibt es noch sein Buch über das, was die Krebserkrankung mit und aus ihm gemacht hat. Bin gespannt darauf…auch auf sein Forum.
Wünsche fast, dass Herrn Schlingensiefs Arbeit mainstreamisiert. Von mir aus soll die Bild und die Gala täglich über ihn berichten, damit auch jedem Döspaddel, der noch schläft mal ein bissel Sand in die Augen gerät, er sie sich reibt, ein paar Tränen heraus lässt und danach klarer sieht.

Dem Authentiker himself wünsche ich von hier aus gute Besserung und hoffe, dass er sich auch einmal ein wenig hängen lässt.

Aus einer Mücke einen Elefanten machen…

Freitag, 30. Januar 2009

…aber in durchweg positivem Sinne, im Sinne von Wachstum, das ist uns gelungen.
Das Seniorentheater-Projekt “Auf die Beine stellen” geht stetig seinen Weg. Hoch motiviert haben wir gestern eine weitere Aufführung unseres zweiten Stückes hinter uns gebracht. Wie wunderbar ein Projekt doch funktionieren kann, wenn alle die beteiligt sind an einem Strang ziehen, sich in den Dienst der Sache stellen und sich von ihrer starken und freundlichen Seite zeigen, durften wir in den letzten Tagen erleben. Vom Ensemble, meiner lieben Kollegin und Freundin über den Schulhausmeister und den Gemeinde-Zivi bis hin zum coolen Super-Küster war unser Arbeiten ein einziges Hand-in-Hand und eine große Freude. Und wieder einmal bin ich bestärkt darin, dass sich Individualität nicht durch Ellenbogen, Ecken und Kanten zeigt, sondern durch die Fähigkeit, sich positiv einzubringen. Ich fand´s einfach nur wundervoll und bin noch ganz beseelt davon. Und aus den wenigen, kleinen Fehlern wird einfach nur für das nächste Mal gelernt…ohne Gram…

Ein glückliches Ensemble

Fotos Andreas Boos

Herzlichen Dank den Klägern!

Sonntag, 14. Dezember 2008

Ups. Ich bin manchmal wirklich blöd. Dass ich nicht auch gegen die Pendlerpauschalen-Kürzung geklagt habe, ist schon schlimm genug. Und jetzt noch das: Habe gerade einen Rechner für die Rückzahlung der Pendlerpauschale ausgefüllt, um zu erfahren, was uns an Nachzahlung “blüht”. (Übrigens verdienterweise, weil mein Mann nicht von einem Häuschen auf dem aus Land pendelt). Dabei fiel mir (erst jetzt!) auf, dass unser Finanzamt im letzten Bescheid nicht einen einzigen Kilometer berücksichtigt hat. Ob das wohl alle Ämter so gehandhabt haben? Oder nur Duisburg? Wer weiß: Die Kommune wird wohl - mit schrägem Blick auf das zu erwartende Urteil des Bundesverfassungsgerichts - das Durcheinander genutzt und davon unser feudales Forum Duisburg endfinanziert haben? Finde ich sogar in Ordnung. Karstadt war beim Wirtschaftskampf am längeren Hebel: “Entweder ihr macht unseren Standort attraktiver oder wir gehen aus Duisburg weg”, das zieht. Schön, dass wir wenigstens nach Weihnachten unsere, dem Staat geliehenen Gelder, dort verprassen könnten. Werde dann Mal durchs Forum flanieren und mir eine Ecke aussuchen, die im Geiste uns gehört. Wieviel Quadratzentimeter man wohl für knappe 1000 Euro bekommt…?

Wo ist der Guerilla in uns?

Bild von www.brainwash.robertundhorst.de

Rezession, Regression & Rezeption

Donnerstag, 27. November 2008

Immer öfter von den Alten der Satz: “Dass wir noch mal eine Rezession mitmachen müssen, hätte ich nie gedacht.” Wir Jungen erst recht nicht. Haben immer aus dem Vollen geschöpft; auch schon unsere Kinder dazu erzogen, sich auf allerhöchstem Niveau zu beschweren. Wir werden wohl alle tief fallen. Die Alten können uns dann hoffentlich noch zeigen, wie man durch kommt mit nix. Ob meine Kinder fähig wären, sich durch zu schlagen, in einer Welt, in der Geld nicht mehr wert ist als das Papier, auf dem des gedruckt wurde? Wenn ich daran denke, dass Müll raus bringen für sie schon zu einer fast unlösbaren Aufgabe mutiert ist, wo Kinder früherer Generationen vor der Schule eimerweise Kartoffeln zu schälen hatten, wird mir ganz anders.

Beruhigend die Geschichten unseres Ensembles rund um Beschaffung, Schwarzmarkt & Kohlenklau in der Nachkriegszeit. Not…und nur sie…macht erfinderisch. Zeit, sich zu entwickeln.
diamonds starts as coal

Bild aus Wikipedia

Bild aus Wikipedia

und weiter gehts…

Mittwoch, 05. November 2008

Nun bin ich gespannt:

Fast alle Bewerbungen sind raus und jetzt freue ich mich auf Reaktion, wenn denn welche kommt.
Zwei Workshops möchte ich anbieten und hoffe, es finden sich viele Interessenten.

Immer wieder wunderbar: Die Arbeit mit der Theatergruppe. Nach vielen Wochen Pause spielten unsere TeilnehmerInnen gestern so fröhlich aus dem Bauch heraus und Stoff für unser neues Stück kam haufenweise in der moderierten Erzählrunde zusammen. Wahre Schätze sind das und ich bin schon jetzt gespannt, wie diese Anekdoten in einen Krimi fließen werden und dann auf der Bühne wirken. Aber bis dahin ist noch ein bisschen.

Die nächste Zeit wird interessant…in vielerlei Hinsicht…im Großen wie im Kleinen…Yes, we can?

Bild cox&forkum

Bild cox&forkum

Stefanie Jerz